ERBUD stellt Modulbaugeschäft MOD21 ein und fokussiert Deutschlandgeschäft
von textschwester
ERBUD stellt Modulbaugeschäft MOD21 ein und fokussiert Deutschlandgeschäft
Im Rahmen einer Überprüfung ihrer strategischen Ausrichtung hat die ERBUD-Gruppe beschlossen, keine weiteren Investitionen in MOD21 vorzunehmen und das Modulbaugeschäft einzustellen. Seit dem Markteintritt in Deutschland hat das auf modularen Holzbau spezialisierte Unternehmen mehr als 20 Projekte realisiert.
Ausschlaggebend für die Entscheidung sind insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen im europäischen Bau- und Immobilienmarkt. Gestiegene Zinsen, eine zurückhaltende Investitionstätigkeit und die geringe Nachfrage nach größeren Neubauprojekten haben die Entwicklung des Modulbaugeschäfts erheblich beeinträchtigt.
„Die Entscheidung, nicht weiter in MOD21 zu investieren, ist uns nicht leichtgefallen. Die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich seit der Gründung des Unternehmens jedoch grundlegend verändert. Gleichzeitig sehen wir insbesondere in der Energiewende und im Industrieservice langfristige Wachstumsmöglichkeiten. Darauf wollen wir unsere Ressourcen künftig verstärkt ausrichten“, sagt Dariusz Grzeszczak, CEO der ERBUD-Gruppe.
Laufende Projekte und Gewährleistungen bleiben gesichert
Alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen von MOD21 werden erfüllt. Laufende Projekte werden abgeschlossen und auch bestehende Gewährleistungsansprüche bleiben bestehen.
Die Entscheidung betrifft ausschließlich das Modulbaugeschäft. Die weiteren Aktivitäten der ERBUD-Gruppe werden unverändert fortgeführt. Für den deutschen Markt liegt der Schwerpunkt künftig auf den Bereichen Industriedienstleistungen und erneuerbare Energien.
ERBUD setzt in Deutschland auf Industrieservice und erneuerbare Energien Mit IKR in Bitterfeld und IVT in Oberhausen verfügt ERBUD über zwei etablierte Unternehmen im deutschen Industrieservice. Gemeinsam beschäftigen sie mehr als 500 Mitarbeitende. Beide Unternehmen verzeichnen eine stabile Nachfrage nach ihren Industrie- und Servicelösungen, gewinnen neue Kunden und bauen ihre Aktivitäten in zukunftsorientierten Branchensegmenten weiter aus.
Parallel verstärkt die ERBUD-Gruppe ihre Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien und Energieinfrastruktur. Über die ONDE GmbH baut die Gruppe ihre Präsenz auf dem deutschen Markt weiter aus. Im laufenden Jahr konnte das Unternehmen unter anderem weitere Aufträge für den Bau von Turbinenfundamenten für Nordex in Deutschland sichern.
„Für unsere Kunden und Geschäftspartner ändert sich durch die Entscheidung nichts. IKR und IVT führen ihre Aktivitäten fort, realisieren neue Projekte und bauen ihre Position im Industrieservice weiter aus. Gleichzeitig wächst ONDE im Bereich der erneuerbaren Energien. Deutschland bleibt damit ein wichtiger Markt für die ERBUD-Gruppe, in den wir auch künftig investieren werden“, sagt Andreas Schmitz, Geschäftsführer der ERBUD Holding Deutschland.
Solide Basis für die weitere Entwicklung
Die ERBUD-Gruppe konzentriert ihre Ressourcen künftig verstärkt auf ihre drei etablierten Geschäftsfelder Hochbau, erneuerbare Energien und Industrieservice. Diese erwirtschafteten 2025 gemeinsam ein EBIT von rund 22 Mio. Euro. Die strategische Ausrichtung der Gruppe bleibt damit auf langfristiges Wachstum in diesen Kernbereichen ausgerichtet. Neben Deutschland ist ERBUD mit seinen Geschäftsfeldern auf mehreren europäischen Märkten aktiv.